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Konjunktur und Geldpolitik im Schatten des Iran-Konflikts

Konjunktur und Geldpolitik im Schatten des Iran-Konflikts

15m 24s

Die hohe Unsicherheit infolge des Iran-Konflikts stellt für die Notenbanken ein schwieriges Umfeld dar.
Doch die Notwendigkeit einer geldpolitischen Reaktion hängt maßgeblich davon ab, ob die realwirtschaftlichen Folgen des Konflikts die Inflationserwartungen einfangen. Ein länger anhaltender Konflikt oder ein weiter eskalierender Ölpreis implizieren eine Erhöhung der Wachstumsrisiken, sodass die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Reaktion von der Dauer des Konflikts und der Höhe des Ölpreisanstiegs abhängt.
Diese globalen konjunkturellen Risiken spiegeln sich auch in den Prognoserevisionen verschiedener Institute wider. Für Deutschland ist daher von einem weiteren Produktionsrückgang für die deutsche Industrie und die bedeutendsten Branchen auszugehen. Denn neben einem getrübten globalen Wachstumsausblick...

Risiko steigender Ölpreise unterschätzt?

Risiko steigender Ölpreise unterschätzt?

13m 9s

Aktuelle Prognose gehen weiterhin von globalem Wachstum und einer damit steigenden Ölnachfrage für 2026 aus. Ein physischer Engpass, beispielsweise durch Zerstörung bedeutender Ölinfrastruktur, würde jedoch einen deutlichen Ölpreisanstieg erfordern, um die Ölnachfrage zu dämpfen und somit ein neues Marktgleichgewicht herbeizuführen. Nur eine globale Rezession, die die Nachfrage nach Öl ausreichend reduziert, kann im Fall einer solchen Unterversorgung einen drastischen weiteren Ölpreisanstieg verhindern. Die aktuelle Maßnahme der Bundesregierung, Verbraucher und Unternehmen durch eine temporäre Senkung der Energiesteuer zu entlasten, ist deshalb aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv. Sie verzögert notwendige Nachfrageanpassungen, sodass der Druck auf den Ölpreis bestehen bleibt. Auch wenn die jüngsten...

Weitgehend stabiler Ausblick trotz hoher Unsicherheiten

Weitgehend stabiler Ausblick trotz hoher Unsicherheiten

12m 17s

Geopolitische Spannungen, steigende Energiepreise und eine spürbar eingetrübte Stimmung setzen die Wirtschaft unter Druck. Viele Prognosen wurden zuletzt nach unten korrigiert, doch das Gesamtbild bleibt differenziert.
In dieser Folge sprechen Klaus Bauknecht, Chefvolkswirt der IKB, und Johannes Sausen, Leiter Sektorvertrieb, über die aktuellen Entwicklungen und die Implikationen für Wachstum und Inflation. Gemeinsam ordnen sie ein, welche Konsequenzen sich für den privaten Konsum in Deutschland ergeben, warum sich der private Konsum trotz anhaltender Belastungen robuster als erwartet zeigt, und welche Faktoren dafür sprechen, dass ein drastischer Einbruch aktuell nicht zu erwarten ist.

 Immobilienmarkt im Wandel – zwischen Druck, Perspektiven und neuer Dynamik

Immobilienmarkt im Wandel – zwischen Druck, Perspektiven und neuer Dynamik

18m 25s

Steigende Mieten, zu wenig Neubau und ein Markt im Umbruch – die Immobilienbranche steht vor großen Herausforderungen. In dieser Folge spricht Markus Hamm, Leiter Immobilienfinanzierung bei der IKB, über die aktuelle Marktsituation, ordnet zentrale Makrotrends ein und erklärt, warum der Wohnungsbau trotz hoher Nachfrage ins Stocken geraten ist.
Gemeinsam werfen wir einen Blick auf mögliche Lösungsansätze, beleuchten die gesellschaftlichen Auswirkungen und diskutieren die Perspektiven für den Büromarkt. Außerdem gibt Markus einen Ausblick auf die kommenden Jahre: von einer möglichen Stabilisierung ab 2026 über eine Belebung des Investmentmarktes bis hin zur Rückkehr zu einem nachhaltig funktionierenden Markt.

Prognosen in unsicheren Zeiten - Was macht die EZB?

Prognosen in unsicheren Zeiten - Was macht die EZB?

15m 55s

Im Schatten der globalen Unsicherheiten infolge des Iran-Konflikts wurden die Inflations- und Wachstumsprognosen zahlreicher Institute revidiert. Dennoch behält die EZB ihren neutralen geldpolitischen Kurs bei und nimmt keine Zinsanpassung vor. Zwar könnten zur Wahrung der geldpolitischen Glaubwürdigkeit und angesichts erhöhter Inflationsrisiken moderate Zinsschritte erforderlich werden, die realwirtschaftlichen Implikationen des Irankriegs sprechen jedoch gegen eine nennenswerte Straffung. Denn entscheidend ist nicht der kurzfristige Inflationsanstieg, sondern inwieweit Zweitrundeneffekte den Inflationsausblick belasten. Insgesamt verfügt die EZB vor dem Hintergrund eines moderaten Zinsniveaus über ausreichenden Spielraum, die weitere Datenentwicklung abzuwarten. Auch die US-Notenbank sowie die Bank of England üben sich hinsichtlich Zinsanpassungen vorerst in...

Iran-Konflikt – Perspektiven für Weltwirtschaft und Geldpolitik

Iran-Konflikt – Perspektiven für Weltwirtschaft und Geldpolitik

17m 4s

In Folge des Iran-Konflikts zeichnet sich eine deutliche Risikoaversion auf den Märkten ab. So kam es neben Korrekturen auf den Aktienmärkten und einem Ölpreisanstieg von um die 18% auch zu einem Anstieg der 10-jährigen US-Renditen sowie einer Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro. Das spiegelt die steigenden Inflationserwartungen für die USA wider, die als Nettoexporteur von Öl zwar nicht von Öl aus dem persischen Golf abhängen, deren Volkswirtschaft sich dennoch mit den global ansteigenden Rohölpreisen konfrontiert sieht. Sollte der Konflikt andauern, wäre ein Stagflationsszenario wahrscheinlich. Dahingegen würde ein andauernder Konflikt die Produzentenpreise Chinas in die Höhe treiben, was, neben der...

Welthandel: Verschiebung statt Fragmentierung

Welthandel: Verschiebung statt Fragmentierung

16m 34s

Die in Folge der protektionistischen US-Politik entstandenen wirtschaftspolitischen Spannungen zeigen bislang keinen Einbruch des Welthandels. Allerdings deuten die Daten zur globalen Exportentwicklung auf eine Verschiebung der Exportströme. Für China zeigt sich, dass ein deutlicher Rückgang der Exporte in die USA infolge der US-Importzölle. Dementgegen steht eine Intensivierung der Exportströme nach Europa, Südostasien, Lateinamerika und Afrika. Der Rückgang im US-Markt wird somit weitgehend durch eine Diversifizierung der Absatzmärkte kompensiert. Die Folge ist weniger eine Abnahme der chinesischen Exportleistung, sondern deutet auf eine geographische Reallokation hin. Auch für die deutschen Exporte steht die Abnahme der Exporte in die USA einer Zunahme der...

Hohe Unsicherheiten, Erholung dennoch spürbar

Hohe Unsicherheiten, Erholung dennoch spürbar

10m 30s

Die jüngsten Inflationszahlen für die Eurozone lagen mit 1,7 % zwar unterhalb des Inflationsziels, bestätigen jedoch das grundsätzliche Bild. Risiken für Inflation und Wachstum sind vielschichtig. Disinflationäre Effekte der Euro-Dollar Entwicklung machen eine weitere Zinssenkung denkbar. Aber auch gegenüber anderen Währungen hat der Euro spürbar aufgewertet. Diese Entwicklung bringt neben den grundsätzlichen angebotsseitigen Problemen weiteren Gegenwind für die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Exporte. Demgegenüber steht der deutliche Aufwind der Auftragseingänge im Dezember des vergangenen Jahres.