Alle Episoden

Credibility vs. Reality - EZB weiterhin auf Kurs

Credibility vs. Reality - EZB weiterhin auf Kurs

11m 50s

Die EZB hat im Rahmen ihrer Pressekonferenz erwartungsgemäß keine weitere Leitzinserhöhung bekanntgegeben. Selbst ein anhaltend hoher Ölpreis dürfte für die EZB keinen unmittelbaren Handlungsdruck auslösen, da ein solcher konjunkturell dämpfend wirkt und Zweitrundeneffekte begrenzt. Dennoch muss die Notenbank nach den starken Inflationsschüben der vergangenen Jahre die Glaubwürdigkeit des Inflationsziels sichern. Darüber hinaus deuten die historischen Inflationsraten der meisten Euroländer auf eine persistente Abweichung vom Inflationsziel, wodurch die Aussagekraft eines gewichteten Inflationsdurchschnitts verwässert wird. Wie erfolgreich die EZB im Hinblick auf die Erreichung ihres Inflationsziels ist, sollte somit auch anhand der Entwicklung der Inflationsstreuung unter den Mitgliedstaaten beurteilt werden.
Für die...

Das Geld liegt neben der Welle

Das Geld liegt neben der Welle

14m 39s

Fördermittel gelten als wichtiger Hebel für die Finanzierung von Investitionen. Doch viele Unternehmen suchen die größten Förderpotenziale dort, wo die öffentliche Aufmerksamkeit am höchsten ist – und übersehen dabei Chancen, die direkt vor ihnen liegen.

In der aktuellen Folge spricht Michael Vogt, Leiter Fördermittelberatung bei der IKB, darüber, warum das Geld häufig „neben der Welle“ liegt. Er zeigt, weshalb die größten Förderpotenziale oft nicht bei Wasserstoff oder Digitalisierung, sondern bei Ersatzinvestitionen, Modernisierungen und Effizienzmaßnahmen liegen. Zudem erklärt er, warum die EEW-Förderung häufig unterschätzt wird und weshalb Fördermittel frühzeitig in die Investitionsplanung einbezogen werden sollten.

Die Folge zeigt praxisnah, warum die...

Wait and see - Notenbanken fahren auf Sicht

Wait and see - Notenbanken fahren auf Sicht

14m 2s

Das Zentralbankertreffen in Sintra hat unterstrichen, dass Geldpolitik gegenwärtig unter außergewöhnlich hoher Unsicherheit operiert. Inflationsdynamik, geopolitische Risiken, Energiepreisentwicklung und konjunkturelle Resilienz prägen die geldpolitische Abwägung stärker als ein klar vorgezeichneter Zinspfad. Lagarde stellte dabei eine datenabhängige Reaktionsfunktion in den Vordergrund. Die Wirkung der Geldpolitik würde kontinuierlich anhand des Inflationsausblicks, der zugrunde liegenden Inflation sowie der geldpolitischen Transmission beurteilt. Entscheidend sei, dass Geldpolitik nicht erst mit dem formellen Zinsentscheid wirkt, sondern bereits über Erwartungen an die künftige Reaktionsfunktion der Notenbank Marktzinsen und Finanzierungsbedingungen beeinflusst. Angebotsseitige Preisschocks werden geldpolitisch vor allem dann relevant, wenn sie sich über Energiepreise hinaus auf Inflationserwartungen, Lohnsetzung...

Deutscher Wachstumsausblick - Besserung in Sicht?

Deutscher Wachstumsausblick - Besserung in Sicht?

15m 14s

Aufgrund der Fortschritte im Zusammenhang mit einem Abkommen im Iran-Konflikt gehen die Märkte von einer zunehmenden Normalisierung auf dem Ölmarkt aus. Darüber hinaus zeigte sich die deutsche Wirtschaft trotz der hohen Abhängigkeit von Öl aus dem Ausland vergleichsweise resilient. Dies zeigt auch der ifo-Index, der erneut eine leichte Aufhellung andeutet. Allerdings ist das Vor-Iran-Niveau noch nicht erreicht. Darüber hinaus signalisiert der langjährige Abwärtstrend alles andere als eine resiliente Unternehmensstimmung. Treiber für die Stimmung sind also eher die globalen Entwicklungen als lokale Reformfortschritte. Vor dem Hintergrund der Stimmungsaufhellung dürfte sich die deutsche Konjunkturprognose für das laufende Jahr ebenfalls vielfach verbessern. Treiber...

Rechenzentren im Wandel – Wie KI die Infrastruktur neu definiert

Rechenzentren im Wandel – Wie KI die Infrastruktur neu definiert

11m 33s

Die Nachfrage nach Rechenleistung wächst weltweit in einer neuen Dimension – getrieben vor allem durch Künstliche Intelligenz. Mit Sabine Steinbach, Sektorexpertin TMT der IKB, sprechen wir darüber, wie sich die Nachfrage entwickelt, welche Rolle Energie als limitierender Faktor spielt und was diese Dynamik für den Standort Deutschland bedeutet. Ein Gespräch über strukturelle Veränderungen, neue Anforderungen an Infrastruktur und die Frage, wie Unternehmen und Finanzierer diese Entwicklung strategisch begleiten können.

EZB-Zinserhöhung - Ein wichtiges Signal für Inflationserwartungen

EZB-Zinserhöhung - Ein wichtiges Signal für Inflationserwartungen

10m 24s

Die Zinserhöhung der EZB ist primär als Signal zur Stabilisierung der Inflationserwartungen und Stärkung der geldpolitischen Glaubwürdigkeit zu interpretieren. Denn Inflationserwartungen haben sich seit Ausbruch des Krieges zunehmend vom Inflationsziel entfernt und orientieren sich mehr an aktuellen Preisschocks. Aus dieser Sicht war der heutige Zinsschritt absolut notwendig.
Nach vorne schauend bleibt entscheidend, ob die konjunkturelle Eintrübung ausreichend sein wird, um Zweitrundeneffekte aus dem Preisschock zu begrenzen. Auch ist wichtig, dass schwache Konjunkturdaten die Inflationserwartungen und damit auch das lange Ende der Zinskurve zunehmend beeinflussen werden. Sonst ist mit einer weiteren Zinsanhebung – voraussichtlich im September – zu rechnen. Überzeugt hingegen...

Investitionen und Reformen - Ist mehr immer besser?

Investitionen und Reformen - Ist mehr immer besser?

18m 20s

Die im Rahmen des Frühjahrsgutachtens des Sachverständigenrats vorgestellten Prognosen demonstrieren erneut die Reformerfordernis für die Bundesrepublik Deutschland. Die jüngsten Energiepreissteigerungen und die damit verbundene Verschlechterung der Terms of Trade belasten Konsum und Exporte, sodass nur noch von einem Wachstum von 0,5 % für 2026 ausgegangen wird. Die Ausgaben im Zuge des Sondervermögens bleiben damit ausschlaggebender Wachstumstreiber. Zusätzlich werden steigende Beitragssätze zur Sozialversicherung in den kommenden Jahren die diskretionären Einkommen belasten sowie die Lohnkosten für die Unternehmen erhöhen und damit das Wirtschaftswachstum bremsen. Ein entscheidender Faktor für die Nachhaltigkeit der Sozialsysteme ist die Produktivität, da eine höhere Produktivität, das reale Einkommen...

Energiewende finanzierbar gestalten: Erfolgsfaktoren für Stadtwerke

Energiewende finanzierbar gestalten: Erfolgsfaktoren für Stadtwerke

20m 46s

Massive Investitionen, angespannte Kommunalfinanzen und steigende Anforderungen von Banken prägen derzeit das Finanzierungsumfeld der Stadtwerke.
In dieser Folge von „Gemeinsam Wirtschaft gestalten“ gibt Thomas Richter, Head of Credit Risk Management Energy, Export & Project Finance bei der IKB, fundierte Einblicke aus Banksicht.
Er erläutert, welche Faktoren über die Finanzierbarkeit der Energiewende entscheiden, wie Banken Risiken bewerten und welche Ansatzpunkte Stadtwerke nutzen können, um ihre Investitionsprojekte auch in einem anspruchsvollen Umfeld erfolgreich umzusetzen.

Konjunktur und Geldpolitik im Schatten des Iran-Konflikts

Konjunktur und Geldpolitik im Schatten des Iran-Konflikts

15m 24s

Die hohe Unsicherheit infolge des Iran-Konflikts stellt für die Notenbanken ein schwieriges Umfeld dar.
Doch die Notwendigkeit einer geldpolitischen Reaktion hängt maßgeblich davon ab, ob die realwirtschaftlichen Folgen des Konflikts die Inflationserwartungen einfangen. Ein länger anhaltender Konflikt oder ein weiter eskalierender Ölpreis implizieren eine Erhöhung der Wachstumsrisiken, sodass die Wahrscheinlichkeit einer geldpolitischen Reaktion von der Dauer des Konflikts und der Höhe des Ölpreisanstiegs abhängt.
Diese globalen konjunkturellen Risiken spiegeln sich auch in den Prognoserevisionen verschiedener Institute wider. Für Deutschland ist daher von einem weiteren Produktionsrückgang für die deutsche Industrie und die bedeutendsten Branchen auszugehen. Denn neben einem getrübten globalen Wachstumsausblick...

Risiko steigender Ölpreise unterschätzt?

Risiko steigender Ölpreise unterschätzt?

13m 9s

Aktuelle Prognose gehen weiterhin von globalem Wachstum und einer damit steigenden Ölnachfrage für 2026 aus. Ein physischer Engpass, beispielsweise durch Zerstörung bedeutender Ölinfrastruktur, würde jedoch einen deutlichen Ölpreisanstieg erfordern, um die Ölnachfrage zu dämpfen und somit ein neues Marktgleichgewicht herbeizuführen. Nur eine globale Rezession, die die Nachfrage nach Öl ausreichend reduziert, kann im Fall einer solchen Unterversorgung einen drastischen weiteren Ölpreisanstieg verhindern. Die aktuelle Maßnahme der Bundesregierung, Verbraucher und Unternehmen durch eine temporäre Senkung der Energiesteuer zu entlasten, ist deshalb aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv. Sie verzögert notwendige Nachfrageanpassungen, sodass der Druck auf den Ölpreis bestehen bleibt. Auch wenn die jüngsten...