Zwischen Unsicherheiten und Wachstumsimpulsen: Wohin entwickelt sich die Bauindustrie?
Shownotes
Die deutsche Bauindustrie steht seit mehreren Jahren vor erheblichen Herausforderungen. Hohe Baukosten und gestiegene Zinsen belasten insbesondere den Hochbau. Gleichzeitig setzen hohe Investitionen in die Infrastruktur wichtige Wachstumsimpulse.
Ein einheitlicher Aufschwung ist daher bislang nicht erkennbar. In der aktuellen Folge analysieren Dennis Rauen, IKB-Sektorexperte für Konsumgüter, Handel, Logistik sowie TMT, und Maximilian Wilk, Sektorexperte für Industrie, Mobilität und Bau, die wichtigsten Treiber der Entwicklung in der Baubranche und geben einen Ausblick auf das Jahr 2027.
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00:00:07: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Gemeinsam Wirtschaft Gestalten.
00:00:13: Die deutsche Bauindustrie befindet sich seit mehreren Jahren in einem schwierigen Umfeld.
00:00:18: hohe
00:00:18: Baukosten, gestiegene Zinsen und eine schwache Konjunktur belasten insbesondere den Hochbau.
00:00:23: Gleichzeitig sorgen hohe Investitionen in Energie-, Verkehrs- und weitere Infrastruktur für Wachstumsimpulse.
00:00:29: Wie ist die Lage der Branche aktuell einzuordnen?
00:00:32: Sehen wir bereits eine Trendwende?
00:00:34: Und welche Bedeutung hat die Entwicklung insbesondere für Branchen, die stark vom Wohnungsbau und von Infrastrukturinvestitionen abhängig sind?
00:00:41: Genau diese Fragen wollen wir heute beantworten.
00:00:44: aber das möchte ich natürlich nicht selber machen sondern Ich
00:00:55: bin bei uns im Sektor Coverage für unsere Kunden in der Holzverarbeitenden Industrie, also Sägeindustrie, konstruktive Holzwerkstoffe aber auch entlang Wertschöpfungskette für Möbelhersteller, Möbelhandel zuständig und in dem Zusammenhang schauen wir uns natürlich auch sehr oder genau an was in der Bauindustrie passiert.
00:01:15: Genauer genommen im Wohnungsbau als wichtige Branche und ja an der Funktion bin ich heute hier und freue mich auf das Gespräch!
00:01:21: Danke Caro, danke Dennis.
00:01:23: Ich bin Max und da ist Teil des Teams Sector Coverage Industries Mobility & Construction verantwortlich für die Bauindustrie.
00:01:31: Ich arbeite da mit Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Bauindustrie zusammen.
00:01:35: Von Baustoffen über Baumaschinen, Bauunternehmungen aber auch angrenzende Industrien wie die Bauchemie und teilweise dann auch der Innenausbau.
00:01:43: Da arbeiten Dennis natürlich noch viel gemeinsam und beobachten beide gemeinsam natürlich sehr gespannt die aktuellen Entwicklungen in der Bauindustrie und ich freue mich sehr auf das Gespräch heute.
00:01:52: Wenn wir zunächst auf die Bauindustrie insgesamt schauen Wie ist die aktuelle Situation denn einzuordnen?
00:01:58: Wenn nach, befindet sich die Branche noch in der Krise oder sehen wir da bereits erste Anzeichen einer Erholung.
00:02:04: Ich glaube, wenn wir jetzt mal versuchen zum Einstieg das mal runterzubrechen und global galaktisch zu beantworten kann man schon sagen dass die Branche in Summe wieder auf dem Aufsteigenden Ast ist.
00:02:15: Man muss es vielleicht ein bisschen differenzierter machen.
00:02:17: deswegen sind mir auch beide hier.
00:02:19: ich hätte sich vielleicht insbesondere mehr mit den Wohnungsbau beschäftigt habe da einen besonderen Blick drauf und da ist die Situation aktuell eher ein bisschen schwierig noch aufgrund der schwierigen geopolitischen Umstände der Themen rund um Baukosten und Finanzierungskosten, die wir vor allem im Zuge des Ukraine-Kriegs gesehen haben.
00:02:39: Anders ist die Situation natürlich wenn man sich ja den Tiefbau und vor allen Dingen auch die Infrastrukturthemen anschaut.
00:02:46: Ja genau, Differenzierung ist genau das richtige Thema weil wenn man die Bauerindustrie betrachtet und extrem wichtig bei denn es bei dir der Wohnungsbauer leider noch sehr stark unter den Folgen der gestiegene Zinsen im Tiefbaum sieht man schon längere Zeit eine robuste Entwicklung, etwas mehr Stabilität insgesamt.
00:03:04: Sehen wir schon, dass die Bauindustrie insgesamt die Talsole erreicht hat.
00:03:08: Je nachdem welche Prognose man da jetzt gerade liest sieht man dieses Jahr oder kommendes Jahr eine Entwicklung.
00:03:14: aus unserer Sicht wird es darauf ankommen wie sich auch die globalen Krisenhärte weiterentwickeln und was die Energiekosten machen und wie dann auch die Unternehmen darauf reagieren wann man diese Erholung und den Weg aus dem Teil hinaus sozusagen sieht.
00:03:28: Tiefbau profitiert natürlich von langfristigeren Investitionstrends wie Energiewende, Verkehrsinfrastruktur und Digitalisierung während wir schon davon ausgehen können dass der Hochbau länger mit schwacher Projektwirtschaftlichkeit zu kämpfen hat.
00:03:44: Und deswegen sieht man insgesamt eher eine Zweiteilung der Branche als einen breit angelegten Aufsprung.
00:03:51: die Frage ist nicht so ob gebaut wird sondern wann was gebaut wird.
00:03:56: Gerade beim Wohnungsbau scheint die Situation sehr paradox zu sein.
00:04:00: In vielen Regionen fehlen Wohnungen und trotzdem wird deutlich weniger gebaut, wie passt das für euch zusammen?
00:04:06: Ja, gute Beobachtungen.
00:04:08: Die Frage stellen sich natürlich viele.
00:04:10: Jeder kriegt das glaube ich auch privat sehr gut mit.
00:04:13: Ich meine wir nehmen jetzt hier aus Düsseldorf heraus auf und in den anderen großen Städten in Deutschland wird die Situation sicherlich nicht anders sein.
00:04:20: Das heißt Wohnraumbedarf der ist groß, die Mieten steigen bezahlbarer Wohnraum ist knapp.
00:04:26: man sieht gleichzeitig immer mehr wie Leute vom Land in die Stadt ziehen.
00:04:32: Das heisst Infrastruktur innerhalb von Städtern auch vermittelgroßen Städten ist natürlich beliebt oder besser als auf dem Land.
00:04:38: Wir haben kulturelles Angebot, Arbeitsplätze sind da!
00:04:40: Das heißt, die Nachfrage ist da.
00:04:42: Am Ende ist es aber so dass gerade ich hatte das Eingangs schon erwähnt das Thema Kosten also im Zuge des Ukraine Kriegs insbesondere die Energie, die Baukosten Aber auch der Fachkräftemangel im Handwerk dazu geführt haben und auch die Finanzierungskosten natürlich.
00:04:56: niedrigzinsphase ist vorbei.
00:04:57: Dass das dazu geführte das Projekte im Wohnungsbaubereich Und das wird nun mal nicht beeinflusst von Privatfrauen privaten Mann Also von einzelnen privat Personen sondern eben von größeren Projekt Trägern oder Wohnungsgesellschaften sich dann eben Projekte nicht mehr gerechnet haben.
00:05:13: Das normalisiert sich jetzt ein Stück weit wieder, also es gibt da schon positive, positive Signale.
00:05:18: Max kommt gleich nochmal drauf zu sprechen.
00:05:20: aber das führt eben dazu dass wir dieses Paradoxe haben, dass die Nachfrage halt da ist aber das Angebot einfach aufgrund fehlender Rentabilität eben noch nicht.
00:05:28: Gibt es denn bei Genehmigungen, Aufträgen oder Finanzierungen bereits erste positive Signalle?
00:05:33: Zählig muss man sagen, dass es erstmal negative Signale bei den fertig gestellten Wohnungen gibt.
00:05:39: im letzten Jahr, achtzehn Prozent weniger fertig gestellte Wohnungen als davor und in diesem Jahr wieder zehn Prozent weniger.
00:05:47: Aber fürs kommende Jahr erwarten wir wieder einen Anstieg von gut zehn Prozent auf zweihundert fünftausend fertiggestellte Wohnung.
00:05:53: Und bei den Baugenehmigungen kommen wir auch von einem ganz anderen Niveau, da hatten wir zwanzig-einundzwanzig noch knapp vierhundert tausend Baugenehnigungen.
00:06:03: waren wir im letzten Jahr bei knapp zweihundertvierzigtausend, aber das steigt glücklicherweise wieder an.
00:06:08: Wir hatten da jetzt in der Vergangenheit wirklich einen massiven Einbruch der Genehmigung, sind jetzt aber wieder in einem positiven Trend und sehen jetzt auch im aktuellen Jahr wieder positive Entwicklung dass die Anzahl der Baugenehmigung im ersten Quartal wieder deutlich über zehn Prozent höher lang als im Vorjahr und deswegen muss man es immer unterscheiden mit Genehmigung und Fertigstellung, aber das dauert auch immer ein bisschen, weil es eben nachgelagert passiert.
00:06:35: Aber grundsätzlich sehen wir dann insgesamt wieder positive Entwicklung.
00:06:39: Bedeutet eine Erwohnung der Wohnungsfertigungsstellungen dann auch automatisch eine schnelle Erwohlung der Branche?
00:06:46: Genau, also der nachgelagerte oder davon abhängigen Branchen meinst du ja.
00:06:51: Das heißt wenn wir jetzt vor allen Dingen auf die Branche mal schauen wie ich betreuen darf hier bei der IKW also wie gesagt die Holzverarbeitenindustrie aber eben auch beispielsweise die Möbelhersteller da muss man sich natürlich anschauen wo genau sind die unterwegs und in der Wertschöpfungskette sag' ich mal kommen die Branchen dann Zum Einsatz, also wenn man sich mal anschaut.
00:07:12: Konstruktive oder Hersteller von konstruktiven Holzsorten die natürlich unmittelbar von der Bauindustrie, von der Baukonjunktur dem Wohnungsbau insbesondere auch abhängen da ist das sicherlich differenziert zu betrachten.
00:07:23: wir sehen auf der einen Seite langfristige Trends die für die Branche sprechen d.h.
00:07:26: Thema Nachhaltigkeit, Thema modulares Bauen was hauptsächlich in der Holzbauweise passiert.
00:07:37: Das sind sicherlich Themen, die sozusagen positiv sind.
00:07:40: Weil es eben Baukosten senkt weil man schneller umsetzen kann also genau die Themen die man jetzt braucht wo der Wohnungsbedarf hoch ist.
00:07:47: dann hat man aber auch so Themen bei den Möbelherstellern beispielsweise um das noch mal beispielhaft zu nennen Die natürlich nicht nur davon abhängen dass wieder die Baukonjunktur jetzt besser wird oder sich besser darstellt was wir ja durchaus langsam erwarten.
00:08:02: da hängt das natürlich auch davon ab die generelle Gemengelage aktuell etwas komplizierter ist, geopolitische Themen, konjunkturelle Themen.
00:08:11: Und da spielt das Thema Konsumstimmung auch noch eine große Rolle.
00:08:14: Also bin ich als Verbraucherin, gerade auch gewillt in die Küche zu investieren, die vielleicht mal zehn bis zwanzigtausend Euro kostet?
00:08:22: Das ist dann sozusagen ja die andere Hälfte der Miete sozusagen und da muss man eben drauf schauen.
00:08:28: und wenn sich das alles jetzt nach und nach wieder etwas bessert, dann sind wir dadurch aus positiv dass auch sich eine Verbesserung in der Baukonjunktur durchaus in die angrenzenden oder davon abhängigen Branchen übersetzen kann, aber das wird zeitversetzt passieren und nicht in den nächsten sechs Monaten.
00:08:44: Also während der Hochbau
00:08:46: noch
00:08:46: weiter ein bisschen schwächelt entwickelt sich der Infrastrukturbau deutlicher Robuster.
00:08:53: Was sind da die wesentlichen Treiber?
00:08:55: Der wesentliche Unterschied liegt in den Nachfragetreibern.
00:08:59: Wären Wohnungsbauer die Investitionsentscheidungen sehr stark von der Kaufkraft, vom Zinsniveau und von den generellen Immobilienpreisen abhängt ist der Tiefbau deutlich stärker durch langfristige Investitionen getragen.
00:09:12: Und da stehen Deutschland und Europa gleichzeitig vor mehreren strukturellen Aufgaben.
00:09:17: Wir haben das Thema Ausbau der Energienetze, Modernisierung von Straßen- und Schieneninfrastruktur, Digitalisierung und weitere Energieprojekte Und solche Projekte wurden in der Vergangenheit oft auf die lange Bank geschoben.
00:09:32: Inzwischen geht das nicht mehr, die lassen sich nicht dauerhaft verschieben und sorgen deshalb für eine deutlich stabilere Nachfragebasis insbesondere für den Tiefbau.
00:09:41: Also insgesamt kann man sagen, der Tiefbauer profitiert weniger von Konjunktur als weniger abhängig von einzelnen Konjunktorzyklen und profitiert stärker von strukturellen Investitionen.
00:09:54: Und dann gibt es jetzt natürlich auch noch Infrastruktur, Sondervermögen.
00:09:59: Welche Rolle spielt das Infrastruktur?
00:10:00: so nach
00:10:02: Vermögen?
00:10:02: Die Bundesregierung vermarktet das ganze Paket als... Investitionsprogramm nahezu historischen Ausmaßes.
00:10:10: Fünfhundert Milliarden Euro sollen über zwölf Jahre in Verkehr Energie und Digitalisierung fließen, so wirklich spürbare Wachstumsempulse setzen.
00:10:19: Und tatsächlich gehen viele Schätzungen davon aus, dass sich das Bruttoinlandsprodukt mittelfristig um ein Prozent pro Jahr steigern lassen kann.
00:10:29: Gleichzeitig haben wir darüber gesprochen die Bauwirtschaft zeigt zwar Stabilisierungssignale aber kommt aus einer schwächer Phase.
00:10:37: Wir hatten rückläufige Bauaktivität, gerade im Wohnungsbau.
00:10:40: Wir haben noch keine richtige Dynamik bei den Auftragseingängen und weiterhin Urfinanzierungskosten, hohe Energiepreise oder Materialpreise wir haben die geopolitische Gemengenlage und das alles setzt natürlich die Margen sehr stark unter Druck.
00:10:54: Ist denn trotzdem sichergestellt dass die Milliarden dann schnelle zusätzliche Bautätigkeit übersetzt werden?
00:10:59: Mir tatsächlich hat sich hier jetzt bislang ein eher ernüchterndes Bild gezeigt.
00:11:04: Die Bundesregierung reportiert die Zahlen ja inzwischen sehr transparent und es zeigt sich, dass die Mittel deutlich langsamer abfließen als geplant und die zusätzlichen Investitionen bisher nur eingeschränkt im Markt ankommen.
00:11:19: Außerdem entsteht leider so ein bisschen der Eindruck das Ausgaben aus dem Kernaushalt des Bundes teilweise in das Budget des Sondervermögens übertragen wurden Und so kann man natürlich keine zusätzliche Bauaktivität und es recht keinen Wachstumsimpuls setzen.
00:11:35: Also das ist nicht automatisch sichergestellt, das ist jetzt die Aufgabe der Politik genau dafür zu sorgen dass die Mittel wirklich da ankommen wo sie ankommen sollen.
00:11:43: und ja dazwischen.
00:11:45: zwischen dieser Bereitstellung der Mittel was jetzt passiert was man beobachten kann was auch reported wird was auch grundsätzlich positiv ist, liegt aber dann noch die Planung, die Genehmigung und die Vergabeverfahren bis dann die tatsächliche Bau-Tätigkeit losgehen kann.
00:12:00: Also kann man jetzt sagen, die Herausforderungen sind nicht mehr die Finanzierung weil die Mittel jetzt so langsam bereitgestellt werden sondern wirklich die Umsetzungskapazität und da die Engpässe in den Genehmigungsverfahren, in den Vergabeverfahren diese Engpäße aufzulösen Und aus meiner Sicht Ist die gute Nachricht, dass der Bedarf da ist und sich was tun muss.
00:12:21: Das ist überall angekommen.
00:12:22: Die Herausforderung besteht jetzt darin schnell in die Umsetzung zu kommen und wirklich zu bauen.
00:12:28: Bognosen sehen ja ab dem Jahr den Erkohlungen auch im Hochbau.
00:12:34: Was spricht denn dafür?
00:12:35: Und warum dürfte der Ausschuss vielleicht trotzdem verhalten bleiben aus unserer Sicht?
00:12:40: Ja, also einen entscheidenden Punkt hat Max Eingangs auch schon gesagt.
00:12:43: Stichwort Baugenehmigung.
00:12:45: ich gucke jetzt wieder ein bisschen genau auf den Wohnungsbau als Teil des Hochbaus.
00:12:50: hier wie gesagt bis bis Mai einschließlich in diesem Jahr auch wieder eine Steigerung um siebzehn Prozent ja von einem niedrigen Niveau kommt.
00:12:57: Aber wir wollen das Ganze auch mal so ein bisschen optimistischer Frame, sage ich jetzt mal und dass als positive Nachricht werden.
00:13:05: Dass wir jetzt sozusagen aus dem Teil der Tränen wieder rauskommen?
00:13:08: Auch klar, Baugenehmigungen sind keine Fertigstellung.
00:13:10: Das muss erst noch übersetzt werden.
00:13:11: Da haben wir ähnliche Thematiken wie Maxi gerade beim Infrastrukturbereich angesprochen hat.
00:13:17: aber nichtsdestotrotz da sehen wir ein positives Signal Und ich würde sogar soweit gehen zu sagen Wir würden jetzt nicht nur Kurzfristig, das heißt in sieben zwanzig mal wieder steigende Fertigstellung und eben Erholung sehen.
00:13:31: Sondern auch längerfristig sofern natürlich keine exogenen Faktoren da wieder ein Strich durch die Rechnung machen.
00:13:37: Da haben wir ja einiges gesehen in den letzten Monaten weil eben strukturell der Wohnraumbedarf hoch bleibt und das Ganze natürlich auch politisch sehr stark in den Fokus rückt.
00:13:49: Stichwort Bauto.
00:13:50: Das heißt man will da auch politische Maßnahmen ergreifen schnellere Planungen, schnellere Genehmigungsverfahren dass man einfach mehr in die Umsetzung kommt.
00:13:58: Und das stimmt uns eigentlich positiv, dass wir jetzt wirklich trotz der Herausforderung – das sind nach wie vor hohe Finanzierungskosten aber auch immer noch ein hohes Baukostenniveau.
00:14:08: Das ist klar.
00:14:09: also der Markt bleibt herausfordernd.
00:14:10: Aber wie gesagt, wir wollen gerne das optimistischere in den Fokus stellen und da sehen wir die positiven Themen, die ich gerade angesprochen habe.
00:14:17: Und Max, wie sieht der Ausblick für Infrastruktur tiefer
00:14:20: aus?
00:14:21: Ich bin grundsätzlich optimistische.
00:14:24: Kann das auch für den Tiefbau sagen, es gibt die Substanz der Daten eher und eine Beobachtung, die wir machen in der Gespräche, die führen.
00:14:31: Die großen treibenden Effekte sind eher langfristiger Natur und reichen über Konjunkturzyklen oder Unsicherheiten hinaus.
00:14:39: Das sind die Themen Energiewende und Ausbau.
00:14:43: von Straßen- und Schieneninfrastruktur, Digitalisierung.
00:14:47: Auch viele Bauaktivitäten mit einhergehen.
00:14:49: Und das wird Deutschland oder Europa noch über viele Jahre begleiten.
00:14:52: Deswegen erwarten wir schon Tiefbau auch in den kommenden Jahren mehr Robustheit als im Hochbau.
00:14:59: Und davon werden natürlich insbesondere spezialisierte Tiefbauunternehmen und Infrastrukturspezialisten profitieren die direkt an diesen Projekten arbeiten und dort aktiv sind und die mit einer stabileren Projekt-Pipeline rechnen können, auch dank des Sondervermögens.
00:15:17: Und da insbesondere die Bahninfrastruktur und Unternehmen, die dort aktiv sind, haben tatsächlich in diesem Jahr höchstständigem Auftragseingang verzeichnet und werden auch in den kommenden Jahren stabil weiter mit Aufträgen rechnern können.
00:15:31: Auch die Zulieferer, was dann Baustoffindustrie und Baumaschinenindustrie, die werden sich auf die Effekte einstellen können, kommen nicht so früh wie oft Aber sie werden
00:15:41: kommen.
00:15:41: Und das Ganze mal jetzt abzuschließen und abzurunden, Dennis was ist denn deine wichtigste Botschaft für Unternehmen die vom Hoch- und Wohnungsbau abhängig sind?
00:15:51: Ja ich habe das jetzt schon gefühlt durch den ganzen Podcast ein bisschen gepredigt.
00:15:55: ja dass dass die Talsule durchschritten ist würde ich schon sagen und dass wir eben Ab nächstem Jahr, da sind wir eigentlich bei den Wirtschaftsforschungsinstituten und auch bei so einem Verband oder einer Vereinigung für den europäischen Bau wie Euro-Konstrukte.
00:16:09: Da gehen wir mit einher, dass wir ab nächsten Jahr wieder positive Tendenzen sehen.
00:16:13: Das finde ich ist ganz wichtig nochmal zu unterstreichen.
00:16:16: Und für Unternehmen sozusagen im operativen klar bleibt das Thema Liquidität, Monitoren großes, auch Kosten Flexibilität kosteneffizient bleiben.
00:16:26: Kosten Effizienz bleibt in großes, das ist klar aber vielleicht an der Stelle sozusagen auch noch mal abhält, will ich es jetzt vielleicht nicht nennen.
00:16:32: Aber auch Investitionen bleiben wichtig weil man gerade in so einer schwierigen Phase so fern und sich das natürlich erlauben kann.
00:16:38: Das muss man sagen dass man das nutzen kann um seine Hausaufgaben zu machen.
00:16:43: investieren kann, sei es jetzt über Akquisitionen oder effizientere Maschinen und Anlagen einfach um sozusagen gestärkt aus der Krise hervorzugehen.
00:16:54: Wie gesagt dafür braucht man auch eine gesunde Substanz.
00:16:56: Wenn man die hat, kann man glaube ich die Situation aktuell nutzen um dann wieder anzugreifen wenn so wie wir es und auch andere Forschungsinstitute das sehen dass es dann wieder bergauf geht und man eben aus einer Position der Stärke heraus in den Markt Eintreten kann aktiver.
00:17:12: Max, was ist deine zentrale Botschaft für den Infrastrukturbereich?
00:17:16: Meine zentralen Botschaft lautet dass der Ausbau der Infrastruktur kein kurzfristiges Thema ist sondern wirklich ein langfristiges Transformationsthema was uns weiter begleiten wird.
00:17:27: Und die Unternehmen, mit denen wir sprechen sind zum Großteil sehr stark aufgestellt und können sich es auch leisten weniger stark auf diese aktuellen Unwägbarkeiten zu schauen.
00:17:37: Sondern auch den langfristigen Trend im Blick zu halten und auf die strukturellen Investitionsfelder der nächsten zehn Jahre zu schauen und sich dann auf diese Themen Energiewende Digitalisierung und Infrastrukturausbau auszurichten.
00:17:51: Damit bewegen sie sich wirklich nachhaltig in Märkten mit hohem Investitionsbedarf.
00:17:56: Diese Investitionen werden kommen, die gleiten wir natürlich auch sehr gerne und die Frage ist halt nicht ob investiert wird sondern wann?
00:18:05: Und dass man die Kapazitäten vernünftig fokussiert oder in die richtigen Bereiche investiert und da es schon gut das aus meiner Sicht überall angekommen ist, dass jetzt wirklich die Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandortes investiert Und das werden wir natürlich in Zukunft auch weiter sehr gespannt mitbeobachten und mit begleiten.
00:18:24: Vielen Dank euch für diesen umfassenden Einblick!
00:18:27: Wir sind gespannt, ob die Prognosen alle so eintreten werden wie von euch vorhergesagt.
00:18:32: und ja vielen dank dass ihr da
00:18:35: wird.
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