Risiko steigender Ölpreise unterschätzt?

Shownotes

Aktuelle Prognose gehen weiterhin von globalem Wachstum und einer damit steigenden Ölnachfrage für 2026 aus. Ein physischer Engpass, beispielsweise durch Zerstörung bedeutender Ölinfrastruktur, würde jedoch einen deutlichen Ölpreisanstieg erfordern, um die Ölnachfrage zu dämpfen und somit ein neues Marktgleichgewicht herbeizuführen. Nur eine globale Rezession, die die Nachfrage nach Öl ausreichend reduziert, kann im Fall einer solchen Unterversorgung einen drastischen weiteren Ölpreisanstieg verhindern. Die aktuelle Maßnahme der Bundesregierung, Verbraucher und Unternehmen durch eine temporäre Senkung der Energiesteuer zu entlasten, ist deshalb aus ökonomischer Sicht kontraproduktiv. Sie verzögert notwendige Nachfrageanpassungen, sodass der Druck auf den Ölpreis bestehen bleibt. Auch wenn die jüngsten Inflationszahlen bereits den Anstieg im Ölpreis spiegeln, bleibt für die EZB somit entscheidend, ob und wie schnell sich eine realwirtschaftliche Abkühlung und damit gegenläufige, deflationäre Effekte ergeben.

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