Notenbanken vor schwierigen Zeiten
Shownotes
Das hohe Maß an Verunsicherung im Kontext des Grönland-Konflikts und den damit verbundenen Zollandrohungen ließ die Inflationsbefürchtungen für die USA zuletzt wieder zunehmen. Studien zeigen, dass die zollinduzierten Preissteigerungen nahezu vollständig an den US-Konsumenten weitergegeben werden. Dennoch blieb der erwartete Inflationsschock durch die Zölle in den USA bislang aus. Eine Begründung für diese Beobachtung liegt in der Vielzahl an Ausnahmeregelungen. Der effektive Zoll ist zwar spürbar angestiegen, jedoch nicht in dem Maße, wie angesichts der Zollandrohungen zu erwarten war.
Die Inflation im Euroraum lag zuletzt knapp unter dem 2%-Ziel der EZB. Und auch im laufenden Jahr ist mit einer Inflation unterhalb des Inflationsziels zu rechnen. Eine Betrachtung auf Länderebene zeigt, dass die Geldpolitik für Frankreich und Italien zuletzt zu restriktiv war. Somit besteht die Gefahr, dass der dort angemessene Zinssatz in den negativen Bereich rutschen könnte. Das Prognoserisiko scheint eher nach unten gerichtet. Gleichzeitig stellt die deutliche Euro-Aufwertung die EZB vor Herausforderungen.
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